Dividendenaristokraten – Warum Dividende nicht alles ist

Warum Dividende nicht alles ist
Warum Dividende nicht alles ist

Dividendenaristokraten – Warum Dividende nicht alles ist

Warum Dividende nicht alles ist. Dividende –  nicht jede Aktie bietet sie, doch viele Investoren sehen in Ihr ein Schlüsselkriterium für ein Investment.Die Frage mit der ich mich heute beschäftigen möchte ist, ob ein reines Portfolio aus Dividendenaktien insbesondere die oft so hochgelobten  Dividendenaristokraten die beste Option für den Aufbau einer frühzeitigen lebenslangen passiven Einkommensquelle darstellen oder nicht. Ich habe im Internet in diversen Foren auf Facebook oder Webseiten den Wunsch bzw. das Ziel von jungen Menschen gelesen, mit Hilfe von Dividenden ein steigendes passives Einkommen zu erzielen und somit möglichst früh den Wuschtraum der finanziellen Freiheit zu erlangen. An dieser Stelle sei gesagt, dass auch ich dieses Ziel verfolge und deshalb diesen Wunsch durchaus sehr gut nachvollziehen kann.

Harte Fakten

Auf meiner Suche durch die unendliche Informationsflut des Internets bin ich dann schlussendlich auf eine interessante Studie zu diesem Thema gekommen. Die Autoren gingen dabei der Frage nach, ob die amerikanische Mittelschicht sich mittels des frühzeitigem Aufbau eines reinen Dividendenportfolios ihren Ruhestand finanzieren sollte oder nicht. Da die US amerikanische Aktienkultur durchaus stärker ausgeprägt ist, als die deutsche (zumindest noch, Draghi arbeitet ja hart daran, das zu ändern und kann auch schon erste Erfolge vorweisen), ist es dort gang und gäbe die sprichwörtlichen „savings“ in einen 401k Plan zu stecken und somit in Aktien für den späteren Ruhestand zu investieren.

Die Autoren betrachten hier ausschließlich amerikanische Dividendenaristokraten aus den 1990 Jahren und verfolgen deren Entwicklungen bis heute. Sofern es zu Fusionen oder Übernahmen kam, wurden entsprechend die neuen Unternehmen mit berücksichtigt. Die Ergebnisse sind doch zugegebener Maßen etwas erschreckend. Lediglich 16% der Dividendenaristokraten konnten bis heute mit steigenden Kursen, qualitativ hochwertigen Unternehmensgewinnen und nachhaltig deutlich ansteigenden Dividendenausschüttungen glänzen. Der wesentlich größere Rest der Firmen hat bis heute deutlich underperformed. Sei es durch reduzierte bzw. gleichbleibende Dividendenausschüttungen, oder schwache Kursentwicklungen relativ zum Gesamtmarkt. Zwei Firmen sind sogar trotz ihrer 25 jährigen Dividendenhistorie insolvent gegangen. Investoren wären deutlich besser damit gefahren in den S&P zu investieren, anstatt sich rein auf Dividendenwerte zu fokussieren.

Fazit

Warum Dividende nicht alles ist. Was will ich damit sagen? Vorweg ich möchte keinesfalls Dividendenwerte schlecht reden. Ganz im Gegenteil. Ich bleibe der Meinung, dass diese einen wesentlichen Anteil am Depot ausmachen sollten. Ich möchte dem interessierten Leser und Dividendenjäger lediglich folgendes mit auf seinen Weg geben.

      1.  Niemand soll denken, dass ein „solider Bluechip der schöne Dividenden ausschüttet“ das auch in Zukunft immer tun wird.
      2. Selbst wenn das Unternehmen den sprichwörtlichen Burggraben hat, und ich die Meinung vertrete, es wird immer existieren und Dividende zahlen, heißt das noch lange nicht, das es ein wirklich gutes Investment ist.

Wer wissen will, ob seine Dividendenaktie ein gutes Investment ist findet hier die besten Tipps von Warren Buffett persönlich.

Wie immer vielen Dank für dein Interesse. Fragen und Kommentare sind immer erwünscht. Für weitere interessante Anregungen und gute Dividendenwerte die auch nachhaltig sind, kannst du gerne unseren Newsletter abonnieren.

Comments

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  • Interessante Studie bzw. interessantes Ergebnis! Hast du vielleicht noch den Link zur Studie? Würde mich sehr interessieren.