Mein größter Fehler beim Investieren…

mein größter Fehler
mein größter Fehler

Was war mein größter Fehler beim Investieren

und was habe ich persönlich daraus gelernt? Hallo und willkommen zurück zu einem neuen Blogbeitrag auf dividenden-statt-zinsen.de. Im heutigen Beitrag gehen wir ein ganz besonderes Themengebiet an. Etwas worüber die meisten Menschen nicht gerne sprechen. Stattdessen wird es sprichwörtlich „unter den Teppich gekehrt“. Ich für meinen Teil glaube aber daran, dass es besonders wichtig ist, gerade darüber zu sprechen und deshalb freue ich mich ganz besonders darüber zwei erfolgreiche Finanzblogger für das Thema gewonnen zu haben, die bereit sind hier ihre persönlichen Erfahrungen mit uns zu teilen.

Mein größter Fehler beim Investieren (Alex Fischer)

Mein größter Fehler, den ich bei meiner Geldanlage gemacht habe? Interessante Frage Daniel. Gern stehe ich Rede und Antwort. Kurz zu mir. Mein Name ist Alex Fischer und ich bin seit dem Jahr 2014 finanziell Unabhängig. In den Jahren davor habe ich viele Projekte mit passivem Einkommen vorangetrieben und die Erträge am Kapitalmarkt investiert. Heute kann ich gut von meinen Erträgen leben und gebe meine Erfahrungen und mein Wissen gern weiter.

Einer der wichtigsten Punkte, die du bei deinem Vermögensaufbau berücksichtigen musst, ist die Langfristigkeit. Versuche erst gar nicht, schnell irgendwas zu erreichen. Gerade beim Vermögensaufbau wird in jungen Jahren mit kurzfristigen Ideen mitunter viel Geld verbrannt. Auch mir erging es so. Ich habe viel ausprobiert und bin unterm Strich nicht vorangekommen. Mein Vermögen ist erst nachhaltig gewachsen, seit ich mich auf meine langfristige Anlagestrategie konzentriere. Aus heutiger Sicht mit meinen Erfahrungen und meinem Finanzwissen, was ich mir in den letzten Jahren angeeignet habe, möchte ich mein Geld gar nicht mehr anders anlegen. Dabei habe ich zu Beginn viel ausprobiert und auch einiges an Lehrgeld gezahlt.

Ich erinnere mich noch, wie ich während meiner Ausbildung begonnen habe, fondsgebundene Versicherungen, teure Fonds, sinnlose Sachversicherungen sowie Kapital-Lebensversicherungen abzuschließen. Nicht, weil ich wusste oder dachte, hiermit den richtigen Weg zu gehen. Nein, sie wurden mir als Laie „ans Herz gelegt“, besser gesagt, verkauft. Ich war noch ohne Finanzwissen und gutgläubig, so konnten meine Berater bzw. Verkäufer jede Menge Geld an mir verdienen. Als ich merkte, dass mich Versicherungen eigentlich nur versichern und nicht dazu da sind, mir ein Vermögen aufzubauen, nahm ich das Ruder selbst in die Hand. Auch bei meinen ersten Gehversuchen musste ich Lehrgeld zahlen. Das aktive Traden war damals so gar nicht mein Metier. Es bereitete mir allerdings den Weg zur passiven Geldanlage.

Ich versuchte dann ausschließlich mit Fonds und später auch mit ETFs mein Kapital zu streuen. Aber auch hier merkte ich schnell, dass ich dadurch im Prinzip auf den gesamten Markt setzte und dass auch in der Fonds- und ETF-Branche viele schwarze Schafe unterwegs sind und viele unsinnige Produkte angeboten werden. Zudem war ich abhängig von den Fondshäusern und deren Managern und immer, wenn ich in einen Fonds oder ETF investiert hatte, wurden andere Produkte empfohlen, lies die Performance nach oder es gab erneut andere Produkte zur Auswahl. Ich hatte immer das Gefühl, nicht die richtigen Pferde im Stall zu haben.

Diese Art Geld anzulegen frustrierte mich sehr, denn im Prinzip war dies keine Selfmade-Geldanlage. Ich wollte gern wissen, was ich tue – mit Struktur, System und mit Selbstvertrauen. So musste ich nicht mehr anderen folgen oder anderen mein Geld anvertrauen. Mit der Zeit ging ich dazu über, mir meine eigenen Gedanken über Anlagestrategien zu machen. Ich begann viele Bücher über etliche Finanzthemen zu lesen. Immer auf der Suche nach einer Strategie, die erfolgreich und gleichzeitig einfach nachzubilden war.

Was habe ich daraus gelernt?

Nach vielen Versuchen am Kapitalmarkt, habe ich schlussendlich meine Strategie gefunden. Ich bin beim aktiven Investieren mit Dividenden-Aktien gelandet. Zu Beginn war das noch die simple Buy-and-Hold-Strategie, also das stetige einsammeln von soliden und weltweit agierenden Unternehmen mit guter Dividenden-Historie. Mein Ziel war, sie bis zum Lebensende im Depot zu belassen. Mittlerweile bin ich deutlich aktiver unterwegs. Ich kaufe ausschließlich an Tiefpunkten und verkaufe auch mal sehr teure Dividenden-Aktien und meine Depotentwicklung bestätigt mir meine Vorgehensweise. Das Wichtigste des Ganzen ist, dass ich weiß was ich tue und dies ganz ohne fremde Hilfe schaffe. Ich bin somit grundsätzlich Unabhängig, nicht nur finanziell. Dies war ein gekürzter und umgeschriebener Auszug aus meinem EBook „Starte deinen Geldkreislauf„. In diesem EBook habe ich meine Erfahrungen zum Vermögensaufbau zusammengefasst und für dich eine 25-Tage Challenge entwickelt. In weniger als einem Monat, kannst du deine gesamten Finanzen neu strukturieren. Schritt für Schritt erstellst du dir einen eigenen Geldkreislauf. Jeden Tag kümmerst du dich um eine andere Aufgabe mit dem Ziel, endlich was für deine Altersvorsorge zu tun. Warte mit deinen guten Vorsätzen nicht bis Neujahr. Starte noch heute in deine finanzielle Unabhängigkeit und beginne mit der 25-Tage Challenge.

 

Mein größter Fehler beim Investieren (Erik Freutel)

Mein größter Fehler lag ganz klar in der Wahl der falschen Finanzprodukte. Es gibt unzählige Produkte und viele von denen eignen sich nur für wenige Situationen und Strategien.
Meine ersten Aktienkäufe liefen zu meiner eigenen Überraschung sehr erfolgreich. Die von allen beschriebene Lehrgeldphase ließ aber dennoch nicht lange auf sich warten.
Meine erste Aktie stieg in nur wenigen Monaten um 16% und aus meinen 1.000 EUR wurden 1.160 EUR. Damit war ich sehr zufrieden! Doch die eigene Gier, das Marketing der Broker und Banken und die große Auswahl an Finanzprodukte gaben mir schnell das Gefühl, dass man mit diesem Trade hätte viel mehr Geld machen müssen!
So folgte die Phase des Probierens: ich handelte Intraday mit Optionsscheinen, versuchte Nachkauf-Strategien mit Faktorzertifikaten, fuhr langfristige Anlagestrategien mit CFDs. Keine dieser Ansätze funktionierte für mich und mein hart erarbeitetes Geld ging zum Teil verloren.

Was habe ich daraus gelernt Part 2?

Heute weiß ich, dass all diese Ansätze zum Scheitern verurteilt waren, weill ich einfach die falschen Produkte für die entsprechende Strategie verwendete. Um das Lehrgeld kam ich also leider doch nicht herum.
Daher ist unser Tipp: Setzten Sie sich mit den verschiedenen Finanzprodukten auseinander und versuchen Sie, diese komplett zu verstehen bevor Sie sie handeln. Offene Fragen beantwortet im Zweifel auch der Broker oder Emittent.

Was Sie auf jeden Fall beachten sollten:

  • Wie berechnet sich das Produkt?
  • Welche zusätzlichen Gebühren fallen an?
  • Wer stellt die Kurse?
  • Wer ist der Emittent?
  • In welchen Situationen macht das Finanzprodukt keinen Sinn?

Auf unserer Seite InsideTrading.de findet Sie alles zu den Themen der Geldanlage, dem Trading, der Fundamentalanalyse, der deutschen Trading-Meisterschaft, dem Sparen und vielem mehr.

 

Danksagung

Zum Abschluss möchte ich mich sowohl bei Alex als auch bei Erik recht herzlich für ihre Gastbeiträge bedanken. Wenn Ihr mehr über die beiden erfahren wollt, dann schaut doch einfach mal auf ihren Webseiten Reich-mit-Plan und InsideTrading.de   vorbei. Ich hoffe der Blogpost hat euch gefallen und ihr konntet was für euch mitnehmen. Wenn ihr mehr davon lesen wollt, dann gebt mir gerne ein Feedback dazu.

Als  Lektüreempfehlung im Bereich Aktien und Börse für heute bin ich tatsächlich mal so dreißt und stelle mein eigenes Buch in den Raum. Ein bisschen Eigenwerbung möge mir verziehen werden. Bis die Tage.

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